Sabine Ponath

„Ich ließ mir meine Bildung nie durch die Schule beeinträchtigen.“ Mark Twain

Mädels, traut euch! 24. April 2008

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Heute ist „Girls’ Day“! Doch nicht nur in technischen Berufssparten, sind Frauen eine Seltenheit.

Nach wie vor ist es immer noch bestürzend, wie selten Frauen in politischen Ämtern anzutreffen sind. Der heutige Girls’ Day soll daran erinnern, wie spannend politische Arbeit sein kann und wieso wir mehr Frauen in der Politik brauchen. Eigentlich bitter, dass wir so einen Tag überhaupt benötigen.

Mädchen – traut euch, eure Meinung zu sagen und dafür einzutreten! Ihr werdet sehen, wie viel Spaß und Leidenschaft es mit sich bringt, für seine Ziele zu kämpfen. Wer dabei an graue Anzüge und fade Reden denkt – weit gefehlt. Politik ist, was ihr draus macht! Politik bedeutet auch bunte Demos, aufregende Diskussionen und spannende Aktionen.

Klar: Frauen haben es nicht immer leicht. Im Durchschnitt werden eher Männer gewählt, als Frauen. Männern wird durchschnittlich eher zugetraut, „Herr der Lage“ zu sein und fachmännisch zu entscheiden. Das wollt ihr doch bestimmt nicht auf euch sitzen lassen: Wir müssen zeigen, dass wir mindestens ebenso gut arbeiten und entscheiden können, wie das vermeintlich starke Geschlecht!

www.gruene-jugend.de

 

2 Responses to “Mädels, traut euch!”

  1. Alex Says:

    „Nach wie vor ist es immer noch bestürzend, wie selten Frauen in politischen Ämtern anzutreffen sind.“

    Ist das denn so schrecklich, daß sich die beiden Geschlechter in unterschiedlichem Ausmaß für bestimmte Themen interessieren? Die meisten meiner weiblichen Bekannten haben einfach kaum Ahnung von der Politik. Sie schauen auch seltener Formel 1 und Fußball an.

    Bei den Grünen ist das sicher anders, die konzentrieren sich ja hauptsächlich auf die weichen Themen, mit denen Frauen eben mehr anfangen können. Ich seh da einfach kein Problem drin.

  2. sabineponath Says:

    Hey Alex,
    Ist schon okay, wenn die Frauen in deinem Freundeskreis nix von Formel 1 und Fußball wissen möchten. Das ist ihr gutes Recht.
    Wenn du dich aber mal über dein Umfeld hinaus informierst, wirst du schnell feststellen, dass Mädchen durchaus Interesse an Politik und Naturwissenschaften haben. Sie schaffen es meist nur nicht ein entsprechendes Selbstkonzept aufzubauen, an sich zu glauben und ihr Interesse oder ihre Begabung weiter zu verfolgen. Dazu ein Auszug aus der Expertise von Hannelore Faulstich-Wieland (www.bpb.de/files/55B5YQ.pdf):
    „Zu vermuten ist, dass dem Feedback im schulischen Lernen für die Ausbildung von Interessen eine wesentliche Rolle zukommt und zugleich das Selbstkonzept der fachspezifischen Begabung eine entscheidende Vermittlung übernimmt (Baumert u.a. 1998). Von den Jugendlichen selbst wird die Schule sehr wohl als fördernd oder behindernd in der Ausbildung von Interessen wahrgenommen, wie eine Studie von Eberhard Todt zeigt (vgl. Anhang Tab. 4): Jungen berichten zu deutlich größeren Anteilen von einem geförderten und gestiegenen Interesse in Mathematik und Physik, während mehr als die Hälfte der Mädchen in Physik ein gesunkenes Interesse wahrgenommen hat. Ihre Interessen sind insbesondere in Biologie, Fremdsprachen und
    Deutsch gestiegen (Todt 2000, S. 225, vgl. auch die verschiedenen Interessenstudien, die in der Regel ähnliche Differenzen ergeben: Baumert/ Lehmann 1997, Hoffmann u.a. 1998, Köller/ Klieme 2000, Langeheine u.a. 2000, Rost u.a. 1999).
    Zuschreibungen durch die Lehrkräfte spielen eine – in der Regel subtile und nicht-bewusste Rolle bei der Entwicklung von Interessen, Zutrauen und damit auch Leistungen von Mädchen und Jungen. Die bei den Schülerinnen häufiger zu findende Misserfolgsorientierung in der Attribuierung von Leistungen wird seitens der Lehrkräfte nicht aufgehoben, sondern eher verstärkt (für den Grundschulbereich vgl. Tiedemann 1995, für implizite Begabungstheorien bei Mathe-
    matik- und Physiklehrkräften vgl. Ziegler/ Kuhn/ Heller 1998, für Mathematikleistungen vgl. Keller 1997). “

    Sind Bildungspolitik (die Grundlage für die Entwicklung einer Gesellschaft), Datenschutz, Klimawandel, Energiepolitik, Politik gegen Rechts- und Linksextremismus und Gewalt, Mobilität und so weiter und so fort „weiche Themen“? Oder anders gefragt: Was sind für dich „harte Themen“?

    Liebe Grüße,

    Sabine


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