Sabine Ponath

„Ich ließ mir meine Bildung nie durch die Schule beeinträchtigen.“ Mark Twain

50 Jahre Gleichberechtigung per Gesetz! 1. Juli 2008

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Am 1. Juli 1958 trat ein Gesetz in Kraft, das die Geschlechterrollen der damaligen Zeit revolutionierte. Nach dem alten Gesetz hatte der Mann das Recht gehabt, über das in die Ehe eingebrachte Vermögen der Frau zu entscheiden. Auch konnte die Frau nur dann eine Berufstätigkeit ausüben, wenn der Ehemann zustimmte. In allen Angelegenheiten besaß er ein „Letztentscheidungsrecht“. Dazu zwei Artikel in der taz:

http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/ich-tarzan-du-jane/

http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/als-der-mann-noch-gottgleich-war/

Fraglich bleibt aber auch heute, nch 50 Jahren, wie viel Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft tatsächlich herrscht. Dass Frauen durchschnittlich rund 25% weniger Lohn bekommen, als Männer für dieselben Leistungen, hat beispielsweise nichts mit Gleichberechtigung zu tun. Junge Frauen profitieren von dem, was ihre Mütter und Großmütter für sie erkämpft haben: das Recht überhaupt zu wählen und gewählt zu werden, gleiche Bildungschancen oder eine bessere rechtliche Situation in Beruf und Partnerschaft. Heute verfolgen junge Frauen selbstbewusst ihre Ziele und stoßen trotzdem dabei wie eh und je an gesellschaftliche Barrieren: etwa wenn es um Führungspositionen oder die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf geht.

Zu diesem Thema wurde die 36-jährige Barbara Streidl nach Traunstein eingeladen. Streidl ist Autorin von „Wir Alphamädchen. Warum Feminismus das Leben schöner macht“ und schreibt: „Wir hören häufig, der Feminismus versage auch und vor allem deshalb, weil er die Probleme junger Frauen von heute nicht lösen könne. Auf die Idee, dass der Feminismus einfach nur mal auf den neuesten Stand gebracht werden muss, ist bislang offenbar niemand gekommen.“

Was erwarten Mädchen und junge Frauen von grüner Frauenpolitik? Kämpfen sie weiter für die Forderungen, die schon ihre Mütter gestellt haben oder wollen junge Frauen heute etwas anderes, wenn sie sagen: Ich bin Feministin?

Zusammen mit dem Kreisverband Traunstein und dem Frauenreferat der bayerischen Grünen lade ich Sie und euch ganz herzlich ein zur Lesung aus „Wir Alphamädchen“ und anschließender Diskussion.

Ort: Café Bistro Intreff (Lebenshilfe-Café), Leonrodstr. 4a (500m vom Bahnhof entfernt), Traunstein

Zeit: 12. Juli 2008, 11 – 13 Uhr

Eintritt frei

 

One Response to “50 Jahre Gleichberechtigung per Gesetz!”

  1. [...] Die taz beschäftigt sich mit Post-, Neo- oder Alphamädchenfeminismus – Roche oder Schwarzer. Als der Mann noch gottgleich war, da konnte man mit “ich Tarzan, du Jane” noch Frauen bewegen. Im Film jedenfalls. Dass jetzt alles besser ist, bezweifelt die Bloggerin Sabine Ponath… [...]


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