Sabine Ponath

„Ich ließ mir meine Bildung nie durch die Schule beeinträchtigen.“ Mark Twain

Hinweis: Demonstration bez. NPD in Traunstein 30.8. 27. August 2008

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Am 30. August veranstaltet die NPD eine Saalveranstaltung mit dem Redner Udo Pastörs, Landtag Mecklenburg-Vorpommern in Traunstein.
Aus diesem Anlass am 30.08.08 eine Demonstration in Traunstein organisiert. Die Auftaktkundgebung beginnt um 12 Uhr am Bahnhofsvorplatz in Traunstein. Die Endkundgebung wird  gegen 13.30 am Stadplatz stattfinden.

Diese Demonstration bietet die Möglichkeit FRIEDLICH Flagge zu zeigen, für ein soziales Miteinander – gegen menschenverachtende Ideologien.

Kurzer Infoblock zum Thema Rechtsextremismus:
Rechtsextremes Gedankengut zeichnet sich durch die Ablehnung des demokratischen Verfassungsstaates und des an Menschenrechten orientierten Gleichheitsprinzips aus. Gewalt wird als Handlungsform akzeptiert, als Legitimation hierfür werden menschenfeindliche Einstellungen, rechtsextreme Orientierungen und Gewaltakzeptanz und -bereitschaft zugrunde gelegt. Rechtsextremismus begründet sich auf Ideologien der „Unwertigkeit“ (vgl. Heitmeyer), wie beispielsweise Rassismus (Abwertung anderer aufgrund der Bewertung biologischer Unterschiede), Antisemitismus (Abwertung von Menschen jüdischer Herkunft oder Religion), Ethnozentrismus (Eigene Aufwertung durch Reklamation kultureller oder ökonomischer Leistung), Fremdenfeindlichkeit (Abwehr von Konkurrenz um Positionen, Plätze, ect. aufgrund anderer ethnischer Herkunft), Heterophobie (Angst vor und Abwertung von „Norm“-Abweichungen) oder Etabliertenvorrechten (Reklamierung von raum-zeitlicher Vorrangstellung gegenüber „Neuen“).
Beachtenswert ist, dass vor allem Jugendliche und junge Erwachsene männlichen Geschlechts Verdächtige rechtsextremer Straftaten sind. Fremdenfeindlich motivierte Straftäter sind häufig schon in der Kindheit als massiv gewalttätig auffällig. Aber auch daneben gibt es auffallende Häufigkeiten rechtsextremer Täter, was ihren Familienhintergund anbelangt. Es lässt sich feststellen, dass rechtsextreme Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Familie im Durchschnitt weniger liebevoll behandelt wurden, mehr Zurückweisung erfuhren und dass die Eltern wenig oder kein Interesse an ihren Kindern zeigten.

(Wer mehr Informationen zum Thema Rechtsextremismus und Jugendliche haben möchte, kann sich gerne meinen kurzen Infoaufsatz dazu herunterladen: jugendl-und-rechtsex)

 

„Wir leben auch sehr umweltbewusst“… 18. Juli 2008

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Die Traunsteiner Zeitschrift „Umwelt und Aktiv“ klingt harmloser, als sie es ist. Hinter dem ökologischen Titel stecken rechte Ideologien des „Heimatschutzes“. Auf der Internetpräsenz des „Magazins für gesamtheitliches Denken“ stehen die Themen Naturschutz, Tierschutz und Heimatschutz im Vordergrund. Liest man eine Beschreibung der Themen durch, fällt auf: Die Texte sind fast eins zu eins dieselben, wie auf der Webseite der NPD.

Der Trägerverein der Publikation lautet: „Midgard e. V.“ Der Vereinsvorsitzende und Herausgeber, Christoph Hofer ist niederbayrischer NPD-Bezirksvorsitzender und -Kreisvorsitzender in Rottal-Inn. Spätestens nun sollte klar sein, dass es hier primär darum gehen soll, rechtsextreme Anschauungen unter dem Deckmantel romantischer Naturverehrungen zu verkaufen und unter die Leute zu bringen.

Dabei stößt sich der Umweltschutzgedanke der NPD an einem entscheidenden Haken: Es geht nicht um den Naturschutz an sich, sondern ökologische Anliegen stehen stets in Verbindung mit „der Aufrechterhaltung der Volksgesundheit“. Eine Schädigung der Natur wird als „Bedrohung der Substanz des eigenen Volkes“ angesehen. Ein „über den Tellerrand hinaus schauen“ kann hier also nicht erwartet werden, es geht primär um das sogenannte „eigene Volk“.

Die Forderungen bleiben inhaltlich zusammenhanglos und schwammig: Wird auf der einen Seite gefordert den gesamten Verkehr auf „die Schiene und auf das Wasser“ zu verlegen, wird im nächsten Atemzug eine Senkung der Benzinpreise gewünscht.

Als würde das nicht schon reichen, ist das Ökologie-“Konzept“ der Rechten durchzogen von rassistischen und ausländerfeindlichen Parolen, nach dem Motto: „Ausländer schaden der deutschen Umwelt.“ Haaresträubend…

Besonders für Menschen, die sich bislang nicht intensiv mit Rechtsextremismus beschäftigt haben, ist es gar nicht so leicht zu erkennen, dass die Zeitschrift „Umwelt & Aktiv“ aus der rechten Szene stammt. Es hilft, darauf zu achten, welches Vokabular verwendet wird, wie zum Beispiel anstatt „Homepage“: „Weltnetzseite“. Außerdem werden zwischen Themen, wie „Nein zu Agro-Gentechnik“ auch thematisch rechte Überschriften gestreut, wie etwa „Schutz der Muttersprache“ oder „Freiheit durch Autarkie“. Hier heißt es aufgepasst!

Die taz befragte dazu Claudia Laimer, Autorin der Zeitschrift, die meinte: „Wir leben auch sehr umweltbewusst“ und versicherte: „parteipolitische Interessen gibt es nicht“. Soso… Die oben genannten Fakten sehen da aber ein bisschen anders aus…

Einen Bericht dazu, inkl. Interview mit mir, gibts auf dem on3-7 Tage-Podcast vom 18.07.2008 zum Download (ist im letzten Drittel des Podcasts zu hören).

 

Traunstein gegen Rechts! 11. Mai 2008

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Am 17. Mai 2008 plant die NPD in Traunstein eine Veranstaltung. Dazu wird eine Gegendemonstration statt finden, Treffpunkt ist um 14 Uhr hinter dem Bahnhof auf den P+R-Platz (neben dem Neubau des Annette Kolb Gymnasiums).

Wegsehen reicht nicht! Wir halten nichts von menschenfeindlichen Ideologien, Intoleranz, der Akzeptanz von Gewalt als Handlungsform, Hasspredigten und einem Gedankengut, das unseren demokratischen Verfassungsstaat ablehnt!

Da ich selbst am Samstag verhindert bin, möchte ich zumindest auf dieser Seite meine Meinung zeigen und dazu aufrufen, es mir gleich zu tun! Zeigt euere Meinung und steht friedlich auf, für eine Gesellschaft des Miteinanders, der Solidarität, des interkulturellen Austauschs und der Demokratie!